Über uns

Die Geschichte der Musikgesellschaft Einigen

1922 bis 1972

Die Geschichte der am 1. Dezember 1922 gegründeten Musikgesellschaft Einigen beginnt bereits 2 Jahre vorher, nämlich im Jahre 1920. Es werden damals 8 Männer, die im Keller der damaligen Milchhandlung Straubhaar im Gwatt unter einem gewissen Robert Favri zu musizieren begannen. Seit 1961 besitzt die Gesellschaft ein eigenes Übungslokal bei der Kanderbrücke. Bereits im Jahre 1926 konnte die Musikgesellschaft Einigen (MGE) eine Uniform anschaffen. Es wurden schon damals Anlässe durchgeführt, so zum Beispiel 1930 ein Lottomatch, der einen Gewinn von Franken 26.70 ergab. In dieser Zeit konnte die MGE dreimal den Kreismusiktag durchführen, 1937, 1956 und 1971.

1972 bis 1997

Im Amt Niedersimmental gibt es vielerlei Bäuerten oder Weiler, jedoch in keinem einzigen Aussenbezirk findet sich eine Musikgesellschaft. Vielleicht sind und waren wir die von aussen her zu wenig beachtete Dorfmusik. Das stets grösser werdende kulturelle Angebot erforderte immer wieder Flexibilität und Neuanpassungen, um die Musikantenschar zusammenzuhalten. 1997 führte die Musikgesellschaft den Kreismusiktag erneut durch ; auch durften wir das 75-jährige Bestehen feiern.

1997 bis 2013

Durch einen vermehrten Dirigentenwechsel durchlebte die MGE mehrere Tiefs, konnte sich jedoch immer wieder zusammen "raufen". Auch das Schicksal meinte es oft nicht gut mit dem Verein, jedes Mal wenn wir meinten, dass eine Talsohle durchschritten sei, kam ein nächster Rückschlag, der uns wiederum einen oder mehrere Schritte zurückwarf. Trotz allem haben wir uns immer um das Dorfleben bemüht. So konnten wir immer ein Frühlingskonzert, die traditionelle Einigen-Chilbi und ein Kirchenkonzert durchführen, so wie auch die Ländtepredigt umrahmen.

Ist-Zustand der MGE

Wir sind 13 Aktivmitglieder, wovon sechs Personen aus der gleichen Familie stammen. Es liegt auf der Hand, dass wir unbedingt Zuwachs benötigen. Auf dieses Jahr haben wir uns zusätzlich von unserem Dirigenten getrennt. Dies tönt sicher paradox und viele denken jetzt vielleicht: "Nun machen sie sich noch zusätzliche Probleme." Lange haben wir gerungen und uns dann für diesen Schritt entschieden, weil fünf Mitglieder nicht mehr motiviert waren und sich überlegten, den Verein zu verlassen. 
Nach langer Suche haben wir wieder eine Dirigentin gefunden, die die Leitung unseres Vereins übernimmt. 
Leider mussten wir im November 2013 eine richtige Hiobs-Botschaft entgegennehmen. Seit 68 Jahren findet immer am ersten Juli-Wochenende die Einigen-Chilbi statt, angrenzend an das Übungslokal auf dem Areal CreaBeton Materiaux AG. Die Chilbi ist in dieser Art einzigartig und für uns ein wichtiger Bestandteil, um die laufenden Kosten zu decken. Nun wurde uns die Bewilligung entzogen, weiterhin die Chilbi auf dem Areal durchzuführen. Trotz Gesprächen und Unterstützung des Gemeindepräsidenten Franz Arnold konnte nichts erreicht werden. Deshalb waren wir sehr enttäuscht. Trotzdem haben wir eine Lösung gefunden und die diesjährige Chilbi auf dem Parkplatz vor dem Übungslokal durchgeführt. Eine Tradition wie diese Chilbi konnten wir doch nicht einfach sang- und klanglos aufgeben.

Die MGE auf "Abwegen"?

Infolge unserer misslichen Situation haben wir als Verein für ein halbes Jahr "Unterschlupf" beim Musikverein Spiez erhalten. Um uns musikalisch neuen Herausforderungen zu stellen, gingen wir am 14. Juni als Musikgesellschaft Einigen und Musikverein Spiez ans Kantonale Musikfest Aarwangen. So hatten wir auch etwas mehr Zeit eine Dirigentin zu finden und konnten trotzdem musizieren. Es war und ist immer noch für alle Beteiligen klar, dass es keine Fusion geben wird. Als Einiger sind wir stolz auf unsere Musikgesellschaft. Im letzten halben Jahr wollten wir unsere Verpflichtungen in Einigen nicht vernachlässigen und geben Ihnen gerne einen Einblick in unser Jahresprogramm. (siehe nächste Auftritte)

Zukunft

Wie erwähnt wollen wir auf keinen Fall, dass die Bäuert Einigen ihre Musikgesellschaft verliert. Auf den ersten Blick wirkt unsere Grösse vielleicht abschreckend, trotzdem laden wir alle gerne ein, ob Bläser oder Bläserin bei uns mitzumachen und mitzuhelfen, Dorfleben und Dorfkultur zu erhalten. Wir sind auf jeden Fall motiviert und optimistisch, dass alles gut kommt.

Der Präsident Alfred Dummermuth freut sich über jede Reaktion per E-Mail:
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oder Tel. 079 685 81 29.